Am 25. März ging es mit allen Mitgliedern der Schülerzeitung „Montour“ der Montessori-Schule Kempten zum Stadtmagazin „0831“ ins Ankergässle 6. Denn wir wollten schon immer ein mal ein echtes Redaktionsbüro besuchen, um zu wissen, wie es dort aussieht und wie dort gearbeitet wird.
Die Chefredakteurin Anke Roser zeigte uns alles ganz genau und wir konnten sehr viele Fragen stellen. Anke machte am Carl-von Linde-Gymnasium ihr Abitur und besuchte im Anschluss die Deutsche Journalistenschule in München. Sie sammelte viel Berufserfahrung unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und in große Unternehmen wie dem Maschinenbauer Trumpf. Vor zwei Jahren ist Anke mit ihrer Kommunikationsagentur ANKER-Worte auf das Magazin aufmerksam geworden und seit einem Jahr die Inhaberin. Dort arbeitet sie nun mit einem kleinen Team zusammen.
Das „0831“, das übrigens nach der Telefonvorwahl von Kempten benannt ist, hieß früher „LIVE IN“ und war ein reines Veranstaltungsmagazin. Christian Geduld war der Besitzer und führte dieses mehr als 20 Jahre lang. Während der Corona-Pandemie bekam die Redaktion aufgrund der fehlenden Veranstaltungen Schwierigkeiten. Doch sie gab nicht auf, hat das Eventheft in ein Stadtmagazin umbenannt und weitergemacht.
Die Ausgaben des „0831“ werden in Kempten sowie im Um kreis von etwa 15 km verteilt und erscheinen alle zwei Monate. Es werden 12.000 Exemplare gedruckt. Das Magazin finanziert sich ausschließlich durch Werbeanzeigen und ist kostenlos. Die Redaktion berichtet über Veranstaltungen, Persönlichkeiten und möchte einfach „besondere Menschen und Geschichten finden“, die es im Allgäu gibt. Das Titelblatt wird passend zu anstehenden Events oder Ereignissen von Sabine Rockstroh gestaltet. So war zum Beispiel das Titelbild der letzten Ausgabe mit Ostereiern versehen, die farblich und symbolisch Parteien widerspiegelten, die einen OB-Kandidaten zur Wahl in Kempten stellten.
Was wir für die Schülerzeitung gelernt haben:
- Man braucht einen Redaktionsschluss, einen Anzeigenschluss und einen Drucktermin
- Sehr große Auflagen werden in Großdruckereien mit Zeitungsdruckmaschinen hergestellt – das brauchen wir aber noch nicht!
- In der Redaktionskonferenz wählt man gemeinsam Themen aus und braucht dann eine gute Planung, wann was von wem fertig sein muss
- Aus den Themen können Interviews oder Berichte oder Reportagen werden
- Wenn man viele Artikel hat, macht es Sinn, sie in Rubriken zu ordnen
- Zum Geldverdienen muss man das Heft verkaufen oder Anzeigen oder beides!
Text und Fotos: Redaktion der Schülerzeitung Montour

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