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Großer Andrang beim Zukunftsfest Kempten 2026

Von Solawi, monzebra, Canavial und mehr

Im Rahmen des Festivals der Zukünfte fand am 14. Mai das Zukunftsfest statt. Aufgrund der kalten und unsicheren Wetterverhältnisse verlagerten sich die Infostände, Bühne, Sitzmöglichkeiten und kulinarischen Angebote planmäßig in den Eingangsbereich der bigBox. Schon eine Stunde nach der Öffnung war die Halle sehr gut gefüllt. Die Besuchenden genossen sichtlich das bunte Programm. Was für ein Erfolg.

Vor etwa 30 Jahren, anno 1996, tauchte ich persönlich zum ersten Mal intensiv in die Umweltbranche ein. Damals waren Umweltmanagement und Öko-Audit aktuell und es gab schon die führenden Umweltinstitute wie das Öko-Institut Freiburg, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, die bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg und natürlich die bekannten Umweltorganisationen wie den NABU (Naturschutzbund Deutschland, BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe (DUH), den WWF Deutschland (World Wide Fund For Nature), und das Umweltinstitut München e.V. Die gibt es zum Glück alle heute auch noch. 

Nach dem Besuch des „Marktes der Möglichkeiten“ fragte ich mich: Was hat sich verändert in den letzten 30 Jahren? 

Auf dem Zukunftsfest wird eines deutlich: Die aktive Umweltschutzarbeit und die Arbeit an einer gemeinsamen, lebenswerten Zukunft haben sich dezentralisiert. Es gibt viel mehr Kleingruppen, Gemeinschaften und Vereine, die sich engagieren und selbst umweltfreundliche, nachhaltige Ziele umsetzen. Mehr persönliches Engagement, mehr Verknüpfung von ökologischen mit sozialen Aspekten und mehr Netzwerkarbeit. Es wird versucht, regional, in der eigenen Stadt, im eigenen Viertel, in der Hausgemeinschaft Lösungen zu finden. Genossenschaften wie die monzebra aus Oy-Mittelberg unterstützen landwirtschaftliche Betriebe in der Region mit neuen, individuellen Konzepten, um den Weiterbestand und die Nachfolge des Betriebes zu sichern. Neue landwirtschaftliche Betriebskonzepte wie zum Beispiel das „Solidarische Landwirtschaften“, kurz „Solawi“, stellten sich vor, wie auch umweltfreundliche Energielieferanten, Förderprojekte, Tüftlerwerkstätten, Kräuter- und Gemüsegärtnereien und vieles mehr. 

Und noch eine Botschaft kommt klar rüber: Das WIR und MITEINANDER hat einen ganz großen Stellenwert. Jeder Einzelne kann zum einem lebenswerten und klimafreundlichen Dasein beitragen, aber zusammen sind wir stärker, schneller und effektiver - zum einen Dank der Digitalisierung, die an vielen Stellen die Kommunikation, den Wissensaustausch, die Vernetzung und die Verarbeitung von Wissen und Daten erleichtert, zum anderen, weil man offener und kreativer miteinander redet. So können Ideen entstehen und wachsen.

Text und Bilder: Heike Stix

Zukunftsfest