Noch bis zum 15. Juli läuft die Bewerbungsfrist für zahlreiche Bachelor- und Master-Studiengänge an der Hochschule Kempten. Wir haben mit einem Studenten gesprochen, der sich im letzten Jahr für Kempten als Studienort entschieden hat. Julius Hoon studiert aktuell im zweiten Semester International Management.
Ganz spontan: Was ist das größte Highlight der Hochschule Kempten?
Ich finde die Professorinnen und Professoren, die ich bisher kennengelernt habe, extrem nett und nahbar. Die Leute geben sich Mühe und man merkt, dass es eine kleinere, familiäre Hochschule ist. Es gibt nur einen Campus, aber der ist wunderschön: ein bisschen verschachtelt, mit vielen Sitzgelegenheiten und Grünflächen. Man trifft Bekannte aus dem Studiengang in den jeweiligen Gebäuden und kann sich mit dem Rest in der Mensa oder in der Bib austauschen. Außerdem kann man vom Campus aus an klaren Tagen bis in die Alpen schauen.
Was kann man hier alles studieren?
Es gibt Fakultäten für Tourismus-Management, Maschinenbau, Elektrotechnik, Betriebswirtschaft, wo ich International Management studiere, Informatik, Soziales und Gesundheit.
Warum hast du dich für Kempten als Studienort entschieden?
Das habe ich relativ unemotional gemacht. Ich komme aus Hannover, klettere wahnsinnig gerne und wollte nah an den Bergen studieren. Es gibt eine Website, auf der man sich alle Studienstandorte in Deutschland anzeigen lassen kann. Ich habe geschaut, welche am nächsten an den Alpen sind – das sind Kempten und Rosenheim. Weil es Münchner Einzugsgebiet ist, war mir Rosenheim einfach zu teuer. So ist es Kempten geworden. Vielen meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen geht es ähnlich: Sie sind ganz klar wegen der Nähe zu den Alpen hier, die meisten sind begeisterte Skifahrer, Kletterer oder Wanderer. Und viele Leute kommen tatsächlich auch aus der Gegend.
Wie sieht es in Sachen Forschung und Kooperation mit Unternehmen aus?
An der Hochschule gibt es das Forschungszentrum Allgäu. Hier forschen rund 70 Professor:innen und über 230 Mitarbeitende. Die vier Forschungsschwerpunkte sind Energie, Mobilität, Produktion und Soziale Innovationen. Die Hochschule kooperiert viel mit allen möglichen Unternehmen. Diese können zum Beispiel Plätze für das Praxissemester stellen oder Themen für Projektarbeiten und Abschlussarbeiten formulieren. Viele dieser Unternehmen konnte man jetzt gerade auch auf der Allgäuer Hochschulmesse kennenlernen.
Gibt es auch internationale Kurse und Kooperationen?
Das wird auf jeden Fall viel gepusht. Ich habe zum Beispiel in Kommunikationstheorie einen Professor, der sich stark um die internationale Zusammenarbeit mit den Partnerhochschulen kümmert, von denen es mehr als 125 gibt. Das International Office ist auch super umtriebig und veranstaltet viele internationale Events hier.
Was bietet Kempten als Stadt den Studierenden?
Kempten bietet Bars und Kneipen für jeden Geschmack und Events in Clubs – wobei ich das Clubangebot insgesamt nicht so super finde. Aber es gibt in der Stadt verschiedene Arten von Events zu entdecken, wie DJ-Sets in kleineren Venues, was mir gut gefällt. Ich persönlich gehe in meiner Freizeit vor allem zum Klettern ins Swoboda Alpin, und einigermaßen regelmäßig mittwochs in eine Studentenbar hier im Zugspitzstraßenwohnheim.
Wie sieht es mit der Wohnungssituation aus?
Die ist angespannt, man muss Glück haben. Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, wir hatten damals von Hannover aus schon gesucht und haben mit unserer Wohnung einen Volltreffer gelandet. Insgesamt herrscht ein sehr hoher Andrang und es gibt einfach nicht viele Wohnungen, die man sich als Student leisten kann. Auch WG-Zimmer sind teilweise sehr teuer und nicht leicht zu bekommen. Im Vergleich zu Augsburg, Rosenheim oder München, denke ich, ist Kempten aber dennoch ein vergleichsweise guter Deal für Bayern.
Infos zur Bewerbung an der Hochschule: www.hs-kempten.de/studium/bewerbung
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