DAS KEMPTENER STADTMAGAZIN

Ausbildung beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

 

Karriere bei der Polizei


„Wir stellen fest, dass immer mehr junge Menschen eine sinnstiftende Ausbildung suchen und eine, die auf einen spannenden und abwechslungsreichen Beruf vorbereitet“, sagt Polizeihauptkommissarin Anja Wegmann, zuständig für die Pressearbeit des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Spannung und Abwechslung kann die Ausbildung zum Polizist/zur Polizistin in der 2. Qualifikationsstufe (mittlerer Dienst) wahrlich bieten.

Gleichzeitig punktet der Einstieg bei der Polizei mit einer hervorragenden Vergütung (1.400 Euro netto im 1. Ausbildungsjahr, 2.500 Euro im 2. Ausbildungsjahr), einem krisensicheren Beschäftigungsverhältnis, guten Aufstiegschancen und anderen Vorteilen wie der Übernahme der Krankenversicherung. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre und ist dual angelegt. Das heißt, sie teilt sich auf in einen theoretischen, schulischen Teil mit hohem Praxisanteil bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn sowie ein viermonatiges Praktikum als Polizist/-in vor Ort bei einer Polizeidienststelle in der Region. „Wer die Ausbildung erfolgreich durchläuft, dem öffnet sich die Tür zu den verschiedensten Einsatzbereichen wie Streifendienst, Verkehrs-, Bereitschafts-, Kriminal- und Wasserschutzpolizei, Spezialeinheiten oder Diensthunde-, Reiter- und Hubschrauberstaffeln“, erklärt Lukas Büchler von der PI Schwaben Süd/West.

 

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Was wird vorausgesetzt?

Jugendliche, die sich für den Beruf des Polizisten bzw. der Polizistin (2. Qualifikationsstufe) interessieren, sollten grundsätzlich über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügen, mindestens 17 bis maximal 30 Jahre alt und gesundheitlich geeignet sein. Zudem wird ein gesetzestreuer und geregelter Lebenswandel vorausgesetzt. Als schulische Voraussetzung gilt ein qualifizierter Abschluss der Mittelschule mit abgeschlossener Berufsausbildung oder der mittlere oder gymnasiale Schulabschluss. 

Wer sich bewirbt und über die persönlichen wie schulischen Voraussetzungen verfügt, bekommt eine Einladung zu einer zweitägigen Einstellungsprüfung nach München. Am ersten Prüfungstag wird ein Sprachtest (Überprüfung der Sprachbeherrschung, Rechtschreibung, Grammatik) sowie ein Grundfähigkeitstest (Überprüfung der Bearbeitungsgeschwindigkeit, logisches Denkvermögen, Lösen mathematischer Aufgaben) durchgeführt. In einer Gruppendiskussion werden anschließend die kommunikativen Fähigkeiten überprüft. Dann geht es zum Sporttest. Dort gilt es vier Aufgaben zu bewältigen – Springen über Kleinbank, Bankdrücken, Pendellauf und den Cooper-Test.

 

Erste Eindrücke im Sportunterricht

Wir bieten unseren Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit, sich im Vorfeld auf den Sporttest vorzubereiten. So besuchen wir beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West regelmäßig Realschulen und Gymnasien und demonstrieren dort im Rahmen des Sportunterrichts unsere Prüfungsanforderungen. Außerdem veranstalten wir mehrere Aktionstage im Bereich Kempten und Neu-Ulm, wo sich zukünftige Bewerber auf einem Parcours in den geforderten Disziplinen testen und sich von unseren Einstellungsberaterinnen wertvolle Tipps geben lassen können“, sagt Lukas Büchler. 

 

Wie werde ich Polizist/in?

Wer sich für den Beruf des Polizisten/der Polizistin interessiert, kann sich bei der Einstellungsberatung des PP Schwaben Süd/West informieren: Tel. 0831 9909-1080, einstellungsberatung-kempten@polizei.bayern.de. Um für die Einstellungstermine (Anfang März und September) berücksichtigt zu werden, muss man sich zum 30.04. bzw. 31.10. des Vorjahres bewerben.

 

Text: Jörg Spielberg, Foto: PI Schwaben Süd/West