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75 Jahre Allgäuer Festwoche


Die Allgäuer Festwoche im Herzen Kemptens findet dieses 3 Jahr zum 75. Mal statt. Der Kempten Messe- und Veranstaltungs-Betrieb ist aktuell auf der Zielgeraden, was die Ausarbeitung des Programms für die Jubiläumsveranstaltung an geht. Die Band sind ausgewählt, spezielle Aktionen ersonnen, neue Partner und Ideen integriert – es wird also spannend. Was ebenfalls schon feststeht, ist das Plakatmotiv, das dieses Jahr von dem Kemptener Illustrator Jan Balaz stammt.

Privatpersonen, Kunstschaffende, Agenturen sowie Grafikerinnen und Grafiker haben insgesamt 48Ein Plakat-Entwurf der nicht gewonnen hat Entwürfe zum diesjährigen Plakatwettbewerb eingereicht. Die meisten von ihnen stammen aus Kempten und dem Allgäu, aber auch einige Einreichungen aus anderen Ecken Deutschlands sowie aus Italien waren dabei. Dass sich die Motive mit dem Jubiläum beschäftigen sollten, lag auf der Hand. Eine Jury hat alle Einreichungen gesichtet und eine Vorauswahl getroffen. 

Die drei Finalisten wurden dem so genannten Werkausschuss der Festwochenplanung vor geEin Plakat-Entwurf der nicht gewonnen hatstellt. Die Entscheidung für das Jubiläums Festwochenplakat, das mit einem Preisgeld von 2.000 Euro belohnt wird, fiel nach intensiver Diskussion auf den Entwurf ohne Titel von Jan Balaz. Mit seinem Gewinnermotiv möchte der Illustrator die Traditionen, Innovationen und lebendigen Impulse ehren, mit denen die Festwoche das Leben der Stadt und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner prägt und bereichert. Wir haben ein bisschen genauer nachgefragt.

 

3 Fragen an...

Jan Balaz, Gewinner des Festwochen-Plakatwettbewerbs:

  1. Warum haben Sie sich entschlossen, beim Wettbewerb mitzumachen? 
    Die Auswahl eines Motivs durch eine Jury ist immer schwierig. Nicht immer gewinnt dabei der Entwurf, der nach gestalterischen Kriterien am besten ist. Meine Frau ist eine waschechte Kemptenerin. Sie hat mich „ermuntert”, ebenfalls einen Vorschlag einzureichen. Ich wollte einfach meine Vorstellung von einem Plakat für die Festwoche einbringen. Allerdings rechnete ich nicht damit, dass mein Entwurf ausgewählt würde, denn der Stil ist weit entfernt von den Siegermotiven der vergangenen Jahre.
     
  2. Welche Bedeutung hat die Festwoche für Sie? 
    Die Festwoche ist ein kurzes, lebendiges Innehalten im Stadtalltag. Sie bringt Menschen zusammen, zeigt Heimat als etwas Leichtes und schafft Raum für Begegnung. Genau diese Mischung aus Tradition, Musik und Ausgelassenheit soll das Plakat sichtbar machen – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Bewegung und einem Augenzwinkern. 
     
  3. Was waren die zentralen Gedanken beim Gestalten des Plakats und welche Technik kam zum Einsatz? 
    Drei zentrale Gedanken bestimmten die Gestaltung. Erstens: Bayrische Kultur ist lebendig, vielfältig und zeitgemäß. Deshalb sind einige Elemente des Motivs bewusst naturalistisch, andere stilisiert und weitere in einer Mischung aus naturalistischen und stilisierten Anteilen gehalten. Zweitens: Ein Plakat braucht Ankerpunkte für schnelles Verstehen. Der naturalistisch gezeichnete Bierkrug, die Bratwurst und das Lebkuchenherz erfüllen diese Funktion – sie ordnen das Motiv sofort dem Kontext eines Festes zu. Drittens: Die abstrakten Formen stehen für Musik, Licht und gute Laune. Fließen de, ineinander verschlungene Ornamente symbolisieren Lebendigkeit und gemeinschaftliche Verbundenheit. Das Bild ist komplett am PC entstanden. Dabei kamen die Programme Photoshop und Affinity sowie mein gutes altes Grafik-Tablet zum Einsatz. Da sich die einzelnen Elemente auf unterschiedlichen Ebenen befinden, lässt sich das Motiv leicht an die verschiedenen vorgegebenen Formate anpassen.